Getrennt für die Umwelt

Mülltrennung ist nicht „das Lieblings – Thema“ der Menschen, aber sehr wichtig für unsere Umwelt. Wir als Verein haben uns dazu entschlossen auf der ganzen Anlage Müll zu trennen und die Mitglieder über die Wichtigkeit zu informieren.

Wie viel Müll erzeugen wir in Deutschland?

Zu viel  und es wird immer mehr. In Deutschland sind im Jahr 2018 insgesamt 417 Millionen Tonnen Müll angefallen.

105 Millionen Tonnen und damit knapp ein Viertel des gesamten Müllaufkommens setzen sich aus unserem Haushaltsmüll sowie Industrie bzw. Gewerbeabfällen zusammen.

Davon etwa 38 Millionen Tonnen aus den deutschen Haushalten. Pro Kopf sind das 455 Kilogramm, also über ein Kilogramm Müll, den jeder Einwohner am Tag erzeugt.

Wie viel Müll durch private Haushalte tatsächlich entsteht, ist allerdings schwer zu sagen. In den 38 Millionen Tonnen sind also auch hausmüllähnliche Gewerbeabfälle eingerechnet(von anliegenden Geschäften, Büros oder Restaurants, die sich mit dem Hausmüll vermischen).

Was bedeutet Mülltrennung?

Mülltrennung bedeutet, dass unterschiedliche Sorten von Abfall getrennt gesammelt und verwertet werden. In Deutschland beginnt die Mülltrennung direkt beim Verbraucher. Das heißt, dass jeder Haushalt seinen Müll selbst sortieren und in verschiedene Tonnen und Container werfen sollte. Ein Großteil des Mülls in Deutschland wird recycelt und kompostiert, wodurch Ressourcen geschont werden und die Umwelt geschützt wird.

Warum ist Mülltrennung so wichtig ?

Durch Recycling, also das Wiederverwerten von Abfällen, können der Verbrauch natürlicher Ressourcen und der Energieverbrauch reduziert werden. Möglichst viel unseres Mülls sollte deshalb recycelt werden. Die Möglichkeiten sind enorm, aber nicht ausgeschöpft. Voraussetzung ist die richtige Mülltrennung, denn auch moderne Sortieranlagen können nicht so gut trennen wie jeder Einzelne selbst.
Jede Tonne Recyclingplastik spart gegenüber Plastik aus Erdöl etwa eine Tonne CO2.

Warum ist Mülltrennung ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft?

Recycling von Verpackungen schont Ressourcen und Klima und mit Müll kommen wir alle, Kinder wie Erwachsene, tagtäglich in Berührung zu Hause, unterwegs und auch in der Schule. Allein in Privathaushalten fallen in Deutschland in einem Jahr über 8,9 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an.
Wie wir mit diesem Müll umgehen, hat großen Einfluss auf unsere Zukunft. Mit einer konsequenten Mülltrennung können Verpackungen recycelt und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Insgesamt verbraucht die Menschheit in einem Jahr rund 60 Prozent mehr natürliche Ressourcen, als unsere Erde im selben Zeitraum erneuern kann.
Deshalb ist es wichtig, mit diesen Ressourcen sorgfältig umzugehen und sie einzusparen. Auch vieles von dem, was bei uns im Müll landet, zum Beispiel Verpackungen, benötigen zur Herstellung natürliche Ressourcen. Dazu zählen insbesondere Rohstoffe.
Eine effektive Möglichkeit zur Einsparung dieser Ressourcen ist das Recycling von Verpackungen, das heißt die Rückgewinnung von Wertstoffen aus Verpackungsabfällen. Führen wir diese Wertstoffe einem Wertstoffkreislauf zu, können Ressourcen mehrfach genutzt werden, anstatt neue zu verbrauchen.
Recycling kann aber noch mehr: Mit Recycling schonen wir auch unser Klima. Denn die Gewinnung von sogenannten Primärrohstoffen benötigt mehr Energie als die Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen aus gebrauchten Verpackungen. Durch das Recycling von Verpackungen werden allein in Deutschland mehr als 3,1 Millionen Tonnen an klimaschädlichen Treibhausgasen, wie CO2 , eingespart! Das entspricht den Emissionen einer Stadt in der Größe von Bonn im gleichen Zeitraum.
Das kann aber nur funktionieren, wenn wir alle, Kinder wie Erwachsene, mitmachen.

Wie geht Mülltrennung?

In jede Tonne darf nur bestimmter Müll geworfen werden:

Gelbe Tonne (auch „Gelber Sack“ oder „Grüner-Punkt-Müll“): Leichtstoffverpackungen, also alle Verpackungen (zum Beispiel Alufolien, Plastiktüten, Konservendosen, Joghurtbecher, Saft- und Milchkartons/Tetra-packs, Folien, Kunststoffflaschen, Kaffeeverpackungen).

Grüne oder blaue Tonne: Papierabfälle und Pappe, Papiertüten, Zeitungen, Schreibpapier, Kartons, Zigarettenschachteln. Sehr schmutziges Altpapier, z.B. Papierverpackungen von Lebensmitteln muss in die Restmülltonne.

Schwarze oder graue Tonne: Restmüll oder Hausmüll und alle Abfälle, die nicht wiederverwertet werden können (Porzellan, Hygieneartikel, verschmutzte Verpackungen, kaputte Schuhe oder Gebrauchsgegenstände, Staubsaugerbeutel, Windeln, Zigarettenkippen, Fensterglas)

Bioabfall oder braune Tonne: Kompostierbare Küchen- und Gartenabfälle (Kaffee- und Teesatz, Obst- und Gemüsereste, Eier- und Fruchtschalen, Blätter).

Altglas gehört in den grünen Container: Für Altglas gibt es den grünen Container. Um die spätere Weiterverarbeitung zu erleichtern, empfiehlt es sich die Verschlüsse vor dem Entsorgen vom Glas zu trennen. Alle Glasabfälle, die nicht eindeutig einer Farbe zugeordnet werden können, gehören in den Behälter für Grünglas. In den Altglascontainer gehören beispielsweise: Konservengläser, Gläser von Brotaufstrichen, Nagellack-Fläschchen, Nasentropfen, Einmachgläser, Glasflaschen

Recycling- und Wertstoffhöfe: Für Sondermüll (Farbreste, Elektroschrott und Tapetenreste) zum entgegennehmen und die Abholung von Sperrmüll organisieren.

Wertstofftonnen: In manchen Regionen gibt es Wertstofftonnen, in denen alle Abfälle aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien entsorgt werden können, auch, wenn sie keine Verpackung sind.

Container für Altkleider: hier wird ausrangierte Kleidung zu Wiederverwertung gesammelt.

Sammelbehälter: Der Handel stellt mancherorts Sammelbehälter für recyclebare Abfälle oder Sondermüll (Korken oder leere Batterien) auf.

Einzelhändler: nehmen defekte Elektrogeräte wie Handys, Batterien oder Tintenpatronen/Drucker-Toner zurück und  sorgen für eine fachgerechte Entsorgung.


Die wichtigsten Tipps  zur Mülltrennung

1. Unterschiedliche Bestandteile einer Verpackung sollten voneinander getrennt werden (Bsp. Verpackungen und ihre Deckel). Die einzelnen Komponenten werden dann je nach Material in die dafür vorgesehenen Tonne geworfen. Nur so können Sortieranlagen die Materialien erkennen und sie voneinander getrennt sortieren sodass die unterschiedlichen Materialien recycelt werden können.

2. Verpackungen sollten auch nicht ineinander gestapelt werden. Sie können lose im Gelben Sack/Gelben Tonne gesammelt werden.

3. Verpackungen müssen nicht ausgewaschen werden, sollten aber restentleert sein.

4. Papp-Verpackungen sollten vor der Entsorgung zusammengefaltet werden. So werden überfüllte Altpapiertonnen vermieden und es kann mehr Papier gesammelt werden.

5. Restmüll sollte unter keinen Umständen in den Sammelbehältnissen für gebrauchte Verpackungen (Gelbe Tonne/Gelber Sack, Papiertonne, Glascontainer) entsorgt werden. Er behindert die Sortierung und das Recycling der gesammelten Verpackungen.

Wie vermeide ich Müll?

1) Regionale Produkte ohne Plastikverpackung kaufen.

2) langlebige Produkte und weniger kaufen.

3) Brotzeitdose und Trink- oder Thermoflasche für unterwegs mitnehmen,

4) Korb oder Einkaufstasche aus Stoff mitnehmen, statt Plastiktüten zu kaufen.

Wichtig:

Ab dem 3. Juli 2021 darf man in Deutschland und der gesamten EU keine Produkte aus Einwegplastik mehr verkaufen. Das betrifft Trinkhalme, Wattestäbchen, Besteck, Teller und  Becher, etc. aus Einweg-Plastik. Dieses Verbot soll zu einer Reduzierung des vielen Plastikmülls beitragen.


Bei Fragen oder Anmerkungen bezüglich Mülltrennung oder generell Nachhaltigkeit, einfach an die E-Mail-Adresse: barbara.bujka@svbayer08.de schreiben !

Dankeschön fürs trennen! 😉