Damen versilbern sich ihre Saison

Für die ganz Große Sensation hat es am Wochenende nicht gereicht. Mit der Silbermedaille schließen unsere Damen die Saison jedoch mehr als erfolgreich ab. Nach dem Auswärtssieg müssen sie mit zwei Niederlagen (8-12 und 6-12) den Titel den Damen aus Spandau überlassen. 

Am Ende konnte das Team sich freuen und feiern. Nach dem Auswärtssieg in Berlin setzten die Damen ihre Messlatte am Wochenende hoch an. Ein Sieg musste her, um endlich den Titel wieder an den Waldsee zu holen. Am Ende reichte es nicht ganz. Mit ihren zwei Auftritten zeigten die Damen jedoch vor heimischen Publikum, was in Zukunft noch von ihnen erwartet werden darf.

Im zweiten Spiel der Best-of-Three Serie hätten die Damen am Samstag keinen schlechteren Start erwischen können. Direkt im ersten Viertel mussten sie direkt einen 0-5 Rückstand hinnehmen, dem sie das ganze Spiel hinterherlaufen sollten. Erst im zweiten Viertel konnte Gesa Deike den Bann brechen und platzierte den Ball zum 1-6 im Tor. Mit einem Rausstellungsverhältnis von 9-18 gegen die Damen aus Spandau zeichnete sich genau das Spiegelbild des ersten Spieles in Berlin ab. Dieses Mal zeigten jedoch unsere Damen Nerven und konnten vor dem Tor ihre Chancen nicht nutzen. Erst im letzten Viertel platzte der Knoten und das Team um Trainer George Triantafyllou begann zu zaubern. Tor um Tor verkürzten sie einen 7-Tore Rückstand auf ein 7-10. Mit noch fast 4 Minuten auf der Uhr spürte auch die Tribüne, dass eine kleine Sensation in der Luft lag. Als Spandau jedoch 2 Minuten vor Schluss zum 7-11 traf rückte das Wunder für die Damen wieder in die Ferne. Letztendlich trennten sich die Teams mit einem 8-12, so dass es in ein alles-entscheidendes Spiel am Sonntag gehen sollte.

Im finalen, letzten Spiel der Saison zeigten unsere Damen Moral und begannen das Spiel mit einer herausragenden Abwehrleistung. Erst nach 4 Minuten mussten sie den ersten und in diesem Viertel einzigen Gegentreffer hinnehmen. Im zweiten Viertel gingen die Bayer Damen nach zwei Treffern der Deike Schwestern sogar in Führung. Zur Halbzeit stand dann ein 2-3 Rückstand auf der Tafel. Wie schon so oft in der laufenden Saison schwächelten unsere Damen im verhexten dritten Viertel, welches sie mit 1-6 an die Gäste abgeben mussten. Auch ein ausgeglichenes letztes Viertel konnte das Endergebnis von 6-12 nicht mehr abwenden, so dass sich die Berlinerinnen die Meisterschaft sicherten.

Trotz der zwei Niederlagen stiegen unsere Damen erhobenen Hauptes aus dem Wasser. In beiden Spielen zeigten sie sich selbst und den Zuschauern, dass sie mit den hochgehandelten Spandauer Damen mithalten konnten. Mal um Mal bewegten sie die Menge auf der Tribüne und ließen die Halle am Waldsee beben. So konnte das Team sich am Ende über die gewonnene Silbermedaille freuen. Bei bestem Wetter ließen die Damen mit Freunden und Helfern den Tag am Waldsee ausklingen. Nach dem Saisonabschluss werden einige Spielerinnen sich zusammen mit der Nationalmannschaft auf die anstehende EM-Qualifikation vorbereiten. Für den Rest des Teams geht es zunächst in die verdiente Sommerpause, bevor die Vorbereitung für das nächste Jahr erneut beginnt.

Das Vizemeisterteam der SV Bayer Uerdingen Wasserball Damen:

Jannika Schmidt, Ronja Kerßenboom (im Tor); Nele Baumbach, Ira Deike, Franka Lipinski, Gesa Deike, Hanna Trautmann, Greta Tadday, Aylin Fry, Sophia Eggert, Helena Kammermeier, Julia Eggert, Carolin Vollmer, Sinia Plotz, Leonie Hörnemann, Maria Ahlers Benito, Jamie Verebelyi

Trainer: George Triantafyllou

Co-Trainer: Horst Hartung

Management und Betreuung: Nici Plotz und Ingrid Eggert