Boll unter TOP 3 in Deutschland

Vier Tage lang konnten sich fünf Schwimmerinnen und ein Schwimmer des SV Bayer Uerdingen 08 bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin mit Deutschlands Schwimmelite messen. Am Samstag gab es erstmals seit neun Jahren wieder eine Medaille für einen Uerdinger Schwimmer. Die Brustschwimmerin Emilie Boll belohnte sich über ihre Paradestrecke 50m Brust mit dem dritten Platz.

Am ersten Tag in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark in Berlin gingen Lynn Henke, Paula Schulte und Emilie Boll über 100m Brust an den Start. Die Athleten treten am Vormittag jeweils bei den Vorläufen an und können sich dort für das A- (Platz 1-8), B- (Platz 9-16) oder C-Finale (Platz 17-24) qualifizieren, die jeweils am Nachmittag stattfinden. Mit neuer Bestzeit von 1:10,24 Minuten reichte es für Emilie Boll am Ende für Platz 11. Paula Schulte schrammte an einer Finalqualifizierung vorbei, hat ihre bisherige Bestzeit aber nochmals unterboten (1:12,92 Minuten). Auch für Lynn Henke reichte es mit 1:12,27 Minuten nicht für eine Finalteilnahme.

von li. nach re.: Malaika Schneider (Hamburger SC), Alice Ruhnau (SG Essen), Emilie Boll (SG Bayer)

Große Freude aber brandete am Samstag auf, als feststand, dass Emilie Boll auf jeden Fall unter die 8 besten deutschen Schwimmerinnen über 50m Brust zählen wird. Für sie war dies eine Premiere und für die Schwimmer des SV Bayer Uerdingen 08 die erste A-Finalteilnahme seit Steffen Driesen, der vor neun Jahren eine A-Finalteilnahme erreichte. Boll zeigte bereits in ihrem Vorlauf eindrucksvoll ihre Leistungsstärke, denn sie schwamm nicht nur ins A-Finale, sondern sicherte sich mit neuer Bestzeit einen neuen NRW-Altersklassenrekord (0:31,19 Minuten).

Hochkonzentriert bestritt Boll am Nachmittag ihr Rennen in 0:31,21 Minuten und wurde hochverdient mit Bronze belohnt.

Paula Schulte und Florian Schenzer starteten am Samstag ebenfalls über 50m Brust. Während Paula sich für eine C-Finalteilnahme qualifizieren konnte und mit 0:32,97 Minuten in der Gesamtwertung Platz 22 belegte, überzeugte Florian zwar mit deutlicher Bestzeit (0:28,98 Minuten) die aber nicht für eine Finalteilnahme reichte. Pia Hüfken feierte am Samstag ebenfalls Premiere. Sie qualifizierte sich erstmalig für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften über 50m Freistil und unterbot mit 0:26,51 Minuten ihre bisherige Bestzeit.

Den Wettkampf abschließen sollten erneut Lynn Henke über 200m Brust und Sabine Prüfert über 400m Freistil. Prüfert stieg zudem zwei Tage zuvor über 200m Rücken in Wettkampfbecken. Während sie bei ihrem ersten Start am Freitag noch mit Nervosität zu kämpfen hatte, so schien sie am letzten Wettkampftag wieder in ihrem Element zu sein. Am Ende reichte es zwar nicht für eine Finalteilnahme, aber mit 4:30,18 Minuten gelang ihr ein gutes Rennen. Lynn Henke wiederrum konnte sich am Vormittag in einem tollen Vorlauf mit Bestzeit für das C-Finale qualifizieren. Mit 2:32,65 Minuten war sie im C-Finale nochmals 0,85 Sekunden schneller als in ihrem Vorlauf und gewann ihren Lauf, was in der Gesamtwertung Platz 17 bedeutet.

SV Bayer Trainer Klaas Fokken findet für seine Schützlinge nur Lob: „Es waren richtig gute Leistungen dabei. Besonders stolz bin ich natürlich auf den dritten Platz für Emilie. Das hat sie sich verdient! Aber auch die erste Teilnahme an einer Deutschen Kurzbahnmeisterschaft für Pia wurde mit einer sehr guten neuen Bestzeit belohnt. Überhaupt zeigt sich, dass die Athleten für ihren Ehrgeiz und für die vielen Trainingsstunden belohnt werden.“

Nach einer kurzen Erholungsphase über die Weihnachtszeit, geht es am 02.Januar wieder ins Training für die nun folgende Langbahnsaison.